Solaranlagen

Die Sonne auf dem Dach nutzen – mit Photovoltaik und Solarthermie

Immer häufiger nutzen Menschen Solarenergie, um Energiekosten einzusparen und die Umwelt zu entlasten. Doch wie funktioniert eine solche Solaranlage eigentlich?

Grundsätzlich unterscheiden wir zwei verschiedene Funktionsweisen: die Solaranlage, auch Photovoltaik-Anlage genannt, und die Solarthermie-Anlage.

Photovoltaik: Strom aus Licht

Schauen wir uns zuerst einmal die die Photovoltaik-Anlagen näher an. Die Funktion von Photovoltaikanlage ist grundsätzlich gleich, egal, ob es sich eine kleine Solaranlage auf dem Einfamilienhaus handelt oder um eine Industrieanlage. In dem Begriff Photovoltaik stecken zwei Begriffe: „Photo“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet Licht, „Volt“ ist die Maßeinheit für elektrische Spannung.

Eine Solaranlage besteht aus vielen einzelnen Solarzellen, die etwa so groß sind wie eine Handfläche. Eine einzelne Solarzelle produziert nur wenig elektrischen Strom. Damit im Haus elektrische Geräte betrieben werden können, müssen also sehr viele dieser kleinen Zellen zusammengeschaltet werden. Solche Einheiten nennt man ein Solar-Panel. Je mehr solcher Panele vom Dachdecker installiert werden, desto mehr Strom steht zur Verfügung.

Wie entsteht nun der Strom? Bei der Umwandlung der Sonnenstrahlen in Strom wird eine besondere Eigenschaft des Sonnenlichts genutzt. Das Sonnenlicht besteht aus unzähligen winzigen Energieträgern (Photonen). Treffen diese auf bestimmte Stoffe wie Silizium, wird eine Reaktion in Gang gesetzt, durch die Strom entsteht.

Die kleinen Zellen funktionieren mittlerweile so gut, dass sie sogar bei geringem Lichteinfall, etwa bei Wolken am Himmel, Strom erzeugen können. Aber es gilt: Je heller es ist, desto mehr Solarstrom wird durch die Photovoltaikanlage produziert.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Dachdecker und Dachdeckerinnen bringen solche Anlagen zur Stromerzeugung auf Dächer und sind damit auch Klimaschützer. Denn Solarenergie hilft, den CO2-Ausstoß zu vermindern und sorgt somit für bessere Luft!

Das heißt: Das Dachdeckerhandwerk ist ein Handwerk, bei dem Ihr auch was fürs Klima tun könnt!

Mittlerweile gibt es auch schon ganz unauffällige Solaranlagen: Die Solarkollektoren sind in Form und Farbe den verwendeten Dachsteinen genau angepasst und fallen darum auf dem Dach gar nicht mehr auf. Dank ihrer sehr wirksamen Technik versorgen sie das Haus ganzjährig mit Heizenergie und Warmwasser. Anlagen, die beides, also warmes Wasser und Heizwärme liefern, nennt man Solarthermie-Anlagen.