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ᐅ Ausbildung als Dachdecker/in | 100% Info & freie Lehrstellen!
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Die Ausbildung

Das Wichtigste zur Ausbildung

Du interessierst Dich für eine Ausbildung als Dachdecker/in? Wir haben die wichtigsten Fakten für Dich zusammengefasst. Weiter unten findest Du außerdem Antworten auf die häufig gestellten Fragen (FAQ).

Youtube-Video

Dieses Video wird von Youtube bereitgestellt.
Es gilt unsere Datenschutzerklärung.

Steckbrief

Benötigter Schulabschluss:

Hauptschulabschluss oder höher

Voraussetzungen:

  • Handwerkliches Geschick
  • Teamfähigkeit
  • Spaß an Outdoor-Arbeit
  • Freude an abwechslungsreichen Herausforderungen
  • normale körperliche Belastbarkeit
  • mathematisches Grundverständnis

Dauer der Ausbildung:

3 Jahre, Verkürzung möglich

Gehalt:

1. Ausbildungsjahr

ab 01.10.2022: 820 Euro
ab 01.10.2023: 860 Euro

2. Ausbildungsjahr

ab 01.10.2022: 990 Euro
ab 01.10.2023: 1.040 Euro

3. Ausbildungsjahr

ab 01.10.2022: 1.260 Euro
ab 01.10.2023: 1.320 Euro

Wie sieht die Ausbildung aus?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Wenn Du das Abitur oder schon eine Berufsausbildung gemacht hast, können es auch nur 2 Jahre sein. Wenn Du sehr engagiert bist, kannst Du auch ein triales Studium angehen: Hier bekommst du eine Ausbildung, einen Meisterbrief und einen Studienabschluss in einem. Hier mehr dazu: Triales Studium

15 Wochen bist Du in der Überbetrieblichen Ausbildung, die restliche Zeit in Deinem Ausbildungs­betrieb. Der Besuch der Berufsschule gehört natürlich auch dazu.

Gemeinsam mit deinem Ausbildungsbetrieb legst Du einen eigenen Schwerpunkt fest. Ihr habt die Wahl zwischen Dachdeckungstechnik, Abdichtungstechnik, Außenwandbekleidungstechnik, Energietechnik an Dach und Wand oder Reetdachtechnik. Reetdächer gibt es vor allem in Norddeutschland. Wer es ganz genau wissen will, kann hier die Ausbildungsverordnung nachlesen:

Ausbildungsverordnung Dachdeckerhandwerk
(Stand Mai 2016)

Das Berichtsheft könnt Ihr im Dachdeckerhandwerk auch digital führen. Mit der Berichtsheft-App.

Weitere Informationen zum Dachdeckerberuf

Du solltest gerne an der frischen Luft sein - bei fast jedem Wetter - denn meistens arbeiten Dachdecker nun mal draußen. Natürlich muss auch mal zugepackt werden, das ist klar. Aber du musst kein Muskelprotz sein – im Handwerk ist Köpfchen gefragt. Die Maschinen erledigen die wirklich schwere Arbeit. Übrigens ist der Job auch durchaus für Frauen geeignet, mittlerweile gibt es immer mehr Dachdeckerinnen.

Handwerkliches Geschick ist für diesen Beruf eine wichtige Voraussetzung. Ein gewisses technisches Verständnis und mathematische Grundlagen sind ebenfalls von Vorteil, denn man muss Flächen richtig messen und das dafür notwendige Material berechnen können. Der Beruf erfordert zudem auch körperliche Fitness.

Teamfähigkeit ist ebenfalls gefragt, denn Dachdecker/innen müssen sich auf ihre Kolleginnen und Kollegen, die sie sichern, 100-prozentig verlassen können.

Du arbeitest im Team, aber trotzdem ist dein persönliches Können gefragt. Die Aufgaben sind abwechslungsreich und man kommt durch die verschiedenen Baustellen viel herum. Du lernst viele Leute kennen, und der Kontakt zu den Kunden macht absolut Spaß. Du arbeitest in einem Beruf, der traditionelles Handwerk ausübt, aber trotzdem mit modernen Arbeitsmitteln umgeht und innovativ ist. Außerdem bist Du als Klimaschützer unterwegs, denn Du planst Gründächer und bringst Solaranlagen aufs Dach.

Mit einem Wort: vielseitig. Heute ein Flachdach, morgen der Ausbau eines Dachgeschosses mit Wärmedämmung. Ihr macht ein Dach wetterfest. Oder sorgt mit Solaranlagen oder begrünten Dächern für ein gutes Klima. Auf der nächsten Baustelle eine tolle Fassadenbekleidung oder eine kleine Reparatur an Regenrinne oder Schornstein. Du hast mit ganz verschiedenen Materialien zu tun, und zunehmend wird auch die Dachdeckerwelt digitaler: zum Beispiel durch den Einsatz von Drohnen.

Das machen Dachdecker und Dachdeckerinnen ganz konkret:
  • decken Dächer und machen Außenwände schick - mit unterschiedlichen Werkstoffen
  • dichten Flächen und Bauwerke ab
  • führen Reparaturen durch, damit auch Starkregen dem Dach nichts ausmacht
  • stellen Holzkonstruktionen her
  • bringen Unterkonstruktionen und Vorrichtungen zur Ableitung von Oberflächenwasser an
  • bauen Sonnenkollektoren und photovoltaische Elemente ein
  • errichten Blitzschutzanlagen und machen so Häuser sicher
  • dämmen Dächer und Wände: damit sind Dachdecker auch wichtig für den Klimaschutz
  • führen wunderbare Dachbegrünungen aus
  • sanieren und modernisieren Dächer

Und ganz wichtig:
Sie beachten Grundsätze des Arbeitsschutzes, des Gesundheitsschutzes, des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit!

Wegen der Vielseitigkeit des Dachdeckerberufes kann man sich auch gut spezialisieren und wird ein gefragter Experte. Im Unternehmen kann man Vorarbeiter oder Kolonnenführer werden. Oder du machst nach ein paar Jahren Berufserfahrung sogar deinen Meister. Das ist auch für Frauen sehr interessant. Im Dachdeckerhandwerk gibt es für jeden eine lohnende berufliche Perspektive, auch bei den Herstellern oder dem Bedachungshandel als Berater. Auch interessante Weiterbildungen sind möglich, zum Beispiel zum Gebäude-Energieberater oder Manager im Dachdeckerhandwerk. Und sogar Studiengänge in den Bereichen Bauingenieurwesen, Architektur oder Energie- und Gebäudetechnologie bieten sich an. Also: Für jeden ist etwas dabei! In unserem Faktenblatt Dachdecker/Dachdeckerin haben wir alles Wissenwerte über den Dachdeckerberuf zusammengefasst - auch für Eltern oder Lehrende lohnend!

Faktenblatt Dachdecker PDF (Stand 12-2018)

 

Nach der Ausbildung

AufstiegsmöglichkeitenJedes Jahr starten in Deutschland über 2.000 junge Menschen eine Ausbildung als Dachdecker/in. Sie alle haben sich für einen spannenden, vielseitigen Beruf an der frischen Luft entschieden. Für einen Job im Team. Für einen sicheren Job mit guter Bezahlung und einer tollen Aussicht. Und auch interessanten Perspektiven.

Die Perspektive

Die Perspektiven sind außergewöhnlich gut. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung hast Du gute Chancen, in einem Betrieb übernommen zu werden. Mehr noch! Es winken Dir nach Deiner Ausbildung viele Möglichkeiten, Dich weiterzubilden, zum Beispiel als Fachleiter/in für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik oder Du wirst Manager im Dachdeckerhandwerk.

Überblick: Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten

Nach einem neunmonatigen Studium hat man die Möglichkeit, parallel zur Meisterprüfung den Abschluss zum staatlich anerkannten Fachleiter/in für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik zu erwerben – eine wichtige Qualifikation in der Bedachungsbranche.

Das Berufsbildungswerk des Deutschen Dachdeckerhandwerks bietet exklusiv mit der Braas-Akademie und der European Business School, der Hochschule für Betriebswirtschaftslehre, die Weiterbildung zum Manager/zur Managerin im Dachdeckerhandwerk (MID) an.

Mit der Weiterbildung zum Kolonnenführer/zur Kolonnenführerin kann man mehrere Führungsaufgaben übernehmen, z. B. die Bauüberwachung, Arbeitsaufteilung, Abrechnungen u. v. m. Kolonnenführer/innen haben eine verantwortungsvolle Position.

Mit einer Weiterbildung als Techniker/in mit der Fachrichtung Bautechnik ist man staatlich geprüfter Techniker bzw. staatlich geprüfte Technikerin und nimmt Aufgaben in der Bauleitung wahr, aber auch die Planung und Durchführung von Baumaßnahmen gehören dazu.

Viele Handwerkskammern und Berufsbildungszentren bieten Fortbildungen zum/zur staatlich geprüften Gebäudeenergieberater/in im Handwerk an. Diese beraten Hausbesitzer und informieren über passende Maßnahmen zur Energieeinsparung. Sie messen zum Beispiel mit einer Wärmebildkamera die kältesten und wärmsten Stellen in der Gebäudehülle, beurteilen die Qualität der Fenster und die Dämmsituation und überprüfen die Anlagentechnik auf ihren Wirkungsgrad.

Hier werden in einem mehrwöchigen Lehrgang Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, um verantwortungsvollen Aufgaben auf der Baustelle und im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern zu übernehmen.